Christian Pander erzählt von Schlümpfen und kaputten Scheiben

26.01.2008

Die „Christian, Christian“-Rufe waren schon weit vor dem Pressekonferenzraum im Medienzentrum der VELTINS-Arena zu hören, als Christian Pander am Samstagmittag zu einem ganz besonderen Termin erschien. Auf ihn warteten 20 Knappenkids, die Christian bei der Aktion „Profis hautnah“ mit Fragen löcherten.

Aus vielen, vielen Einsendungen wurden die 20 Knappenkids-Reporter mit den einfallsreichsten Fragen ausgewählt und konnten so ihr Idol von einer ganz anderen Seite kennen lernen. Der Linksverteidiger der Königsblauen blieb hierbei keine Antwort schuldig. Er gestand, dass er in jungen Jahren schon ausgesprochen zielsicher war. Allerdings nicht ganz zur Freude aller Beteiligten. „Einmal habe ich bei meinem Opa eine Scheibe kaputt geschossen. Und auch während meiner Schulzeit ging, als ich in der fünften Klasse war, eine Scheibe zu Bruch.“

Auf die Frage von Tim (10) aus Haltern, ob er ein Morgenmuffel sei oder zu den Klängen von „Steht auf, wenn ihr Schalker seid“ beschwingt aufstehe, verriet der gebürtige Münsteraner, dass „ich ein absoluter Morgenmuffel bin. Der Weg zur Dusche morgens ist für mich fast so hart, wie ein Pokalspiel mit Verlängerung.“

Natürlich wollten die Knappenkids wissen, wie oft Christian denn Freistöße trainiere. „Ich versuche eigentlich, ein bis zwei Mal in der Woche nach dem Training noch gezielt Freistoßtraining zu machen“, antwortete Christian. Der Linksfuß erzählte, dass er in der A-Jugend ein Tor erzielte, bei dem er den Ball von knapp hinter der Mittellinie auf das gegnerische Tor schoss, dass seine liebsten Comicfiguren früher die Schlümpfe waren und heute die Simpson sind und dass es ihn stolz gemacht habe, als er das Trikot mit der Nummer 24 bekommen hat. „Die Nummer hatte vorher Marc Wilmots und der war absoluter Publikumsliebling hier. Das war eine große Ehre für mich. Ich will alles versuchen, um der Nummer auch gerecht zu werden.

Als der siebenjährige Justin aus Marl nach dem Gefühl fragte, als er zum ersten Mal für die Nationalmannschaft gespielt und ein Tor erzielte, geriet Christian ins Schwärmen. „Im ersten Spiel gleich das erste Tor, dann noch in Wembley gegen England. So viele Superlative gibt es gar nicht, um das Gefühl auszudrücken.“

Natürlich wollten die kleine Schalke-Fans auch wissen, wann Christian wieder auf dem Platz stehen wird und ob er sich Hoffnungen macht, bei der EM dabei zu sein. „Ich bin momentan noch im Aufbautraining, aber ich hoffe, dass ich in zwei bis drei Wochen wieder mit der Mannschaft trainieren kann. Natürlich wäre es super, wenn ich bei der EM dabei wäre. Aber die Verletzung kam zu einem ungünstigen Zeitpunkt, weil ich die Vorbereitung gebraucht hätte. Aber wenn ich spiele und gesund bleibe, hoffe ich natürlich, dass ich auch ein Kandidat für die EM werde.“

Äußerst kniffelig wurde es für Christian bei der Frage von Nils (7) aus Marl. Drei Aussagen solle er in eine Rangfolge bringen: „Dein Tor macht Deuschland zum Europameister. Dein Tor macht Schalke zum Deutschen Meister. Deine CD ist in den Charts auf Platz 1.“ Christians Antwort ließ nicht lange auf sich warten: „Die Meisterschaft mit Schalke wäre natürlich das wichtigste. Und wenn ich bei der EM das Siegtor im Finale schießen würde, dann würde sich meine CD wahrscheinlich auch super verkaufen.“

Nach einer guten Stunde war die Fragestunde vorbei und Christian nahm sich noch viel Zeit, um alle Foto- und Autogrammwünsche zu erfüllen. Vor dem Gespräch mit dem Schalker Profi hatten die Knappenkids bereits eine ausführliche Arena-Tour gemacht und hatten Maskottchen Erwin getroffen.

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