Knappenkids-PK: Warum Rakitic beim Aufstehen an Oma denkt
28.04.2008
„Drei, zwei, eins“ – voller Spannung zählten 20 Knappenkids am Sonntag (27.4.) die Sekunden herunter, bis ihr großes Idol Ivan Rakitic den Pressekonferenzraum in der VELTINS-Arena betrat. Als der Kroate wenige Augenblicke später am Rednerpult Platz nahm, und die Knappenkids-Pressekonferenz eröffnet wurde, war es hingegen mucksmäuschenstill im Raum. Den blau-weißen Mädchen und Jungs, die aus vielen Bewerbungen an die Knappenkids-Redaktion ausgewählt wurden, war die Spannung förmlich anzumerken. Schließlich ist es nicht alltäglich, seinem Vorbild gegenüberzusitzen. Schalkes Nr. 10 zeigte sich jedoch von seiner lockeren Seite, so dass sich schnell eine angenehme Gesprächsrunde ergab. Joel Schlüter (9) aus Gelsenkirchen wollte sofort wissen, wie es Ivan auf Schalke gefällt. Die Antwort kam wie aus der Pistole geschossen. „Super. Hier gibt es wirklich die besten Fans in ganz Deutschland.“ Jan Gravenstein (9) aus Dorsten erkundigte sich, wie der 20-Jährige in der Vergangenheit den Fußball und die Schule unter einen Hut bekommen habe. Rakitic: „Ich bin mit 16 beim FC Basel Profi geworden. Zu dem Zeitpunkt hatte ich bereits eine Lehre als Hochbauzeichner angefangen und war mit der Schule fertig.“ Dass es aber auch möglich sei, Profifußballer und Abiturient zu sein, zeige der Weg von Mitspieler Benedikt Höwedes, so Rakitic weiter. Ein Knappenkid wollte etwas aus persönlicher Betroffenheit heraus erfahren. Maurice Geitz (10) aus Hatzfeld kuriert gerade einen Schien- und Wadenbeinbruch aus. Daher zielte seine Frage auf das Thema Verletzungen ab, das Ivan nach seinem gerade auskurierten Bänderriss in einem Satz abhandeln konnte. „Das war glücklicherweise meine bisher erste und einzige Verletzung.“ Besonders unterhaltsam wurde es, als Vanessa Vohs (9) aus Bottrop wissen wollte, mit welchem Bein der Schweizer mit kroatischen Wurzeln morgens zuerst aufsteht. „Nach einem kroatischen Sprichwort meiner Oma soll man immer mit rechts zuerst aus dem Bett steigen und das tue ich jeden Morgen ohne Ausnahme.“ Anschließend erzählte er auch, dass er vor jedem Spiel ein bestimmtes Ritual pflegt. „Rechter Stutzen, linker Stutzen, rechter Schuh, linker Schuh und dann immer zuerst mit dem rechten Fuß auf den Rasen.“ Der siebenjährige Simon Przybilla aus Werne erkundigte sich hingegen nach Ivans Spitznamen aus Kindertagen. „Ich wurde ‚Nanac’ genannt. So nennen mich meine Freunde auch heute noch. Der Name hat aber keine besondere Bedeutung. Vielleicht hängt er damit zusammen, dass ich als Kind lange nur einzelne Buchstaben und keine Wörter gesprochen habe.“ Weiterhin verriet er, dass sein großes Vorbild der kroatische Mittelfeldspieler Robert Prosinecki war, dass er am liebsten gegen Borussia Dortmund spielt und dass der FC Barcelona die Champions League gewinnen soll. „Schließlich haben sie uns geschlagen.“ Im Anschluss an die Fragerunde erfüllte der Liebling der Knappenkids noch zahlreiche Autogramm- und Fotowünsche und versprach, dass es nicht die letzte gemeinsame Aktion gewesen ist. |







