Die Luft knisterte vor Aufregung, Weihnachtslichtern und 180 erhitzten Kindergemütern – denn die Knappenkids veranstalteten am Mittwochnachmittag (9.12.) ihre diesjährige Nikolausfeier in der VELTINS-Arena. Dass der Nikolaus dabei nicht der einzige Promi ist, hat schon Tradition, und so feierten neben dem Herren im rot-weißen Gewand auch Schalkes Maskottchen Erwin, Ulli Potofski, der aus seinem neuen Buch vorlas, sowie die S04-Profis Heiko Westermann und Lewis Holtby mit den jungen Fans.
Doch bevor die Spieler hereinschneiten, stellten die Knappenkids erst einmal den Nikolaus zur Rede – und das war nicht ohne. Marie (7) brannte eine organisatorische Frage auf den Nägeln: „Wie schaffst du es eigentlich, überall gleichzeitig zu sein?“ „Gute Frage“, befand auch der Nikolaus und deckte erstmalig auf, dass er das ja gar nicht alleine regelt, sondern dass ihm seine Freunde in aller Welt dabei helfen. Das Problem der ebenfalls siebenjährigen Lara war hingegen eher sportlicher Natur: „Kannst du nicht mal mit deinem Chef sprechen, damit Schalke wieder Deutscher Meister wird?“ Nach dem Motto „Wunder brauchen etwas länger“ versprach der Nikolaus aber ganz fest, in diesem Punkt zu tun, was er kann.
Und dann nahte der Höhepunkt des Tages. Sage und schreibe 43 Kilo Kekse wurden aufgefahren und ein Großteil davon war bereits vernascht, als die beiden Profis im Blitzlichtgewitter der jugendlichen Paparazzi den Glückauf-Club betraten. Querfeldein durch die muntere Meute bahnten sich die beiden Knappen den Weg auf die Bühne zu Moderator Rudi Esser, der Weihnachtsfeier-geschult die knallharten Fragen zum Fest stellte.
„Was habt Ihr euch eigentlich früher zu Weihnachten gewünscht?“, war eine der dringendsten Fragen. Lewis Holtby, noch etwas näher dran an dieser Zeit, hatte die Antwort sofort parat: „Ich wollte unbedingt ein Handy haben und war todtraurig als ich keines bekam. Doch dann packte ich ein Trikot meiner Lieblingsmannschaft aus und alles war vergessen“, erinnert sich der Blondschopf. Auch für Kapitän Heiko Westermann lag schon ein Geschenk unter dem Baum, das mächtig Eindruck gemacht hat: „Ich bekam eine Carrera-Bahn geschenkt."
Gefreut hat er sich ohnehin jedes Jahr, denn die Weihnachtszeit gehört für ihn auch heute noch zur schönsten Zeit des ganzen Jahres. Dabei kann sich die Art, wie das Fest der Feste begangen wird, stark unterscheiden, wie die beiden Profis berichteten. „Bei uns kommt an Weihnachten die ganze Familie zusammen, darunter sind viele Kinder, Tanten, Onkel, Geschwister“, erzählte Westermann. Wir gehen alle gemeinsam in die Kirche und dann gibt es ein leckeres Essen, Ente oder Gänsebraten. Je nachdem wie viele Kinder dabei sind, findet die Bescherung auch schon vor dem Essen statt, bevor es zu aufregend wird.“
Was echte Aufregung bedeutet, weiß nämlich auch Lewis Holtby noch aus seiner eigenen Kindheit. „Da mein Vater Engländer ist, haben wir immer nach englischer Tradition am 25. Dezember morgens gefeiert. Nachts konnte man vor lauter Aufregung kaum schlafen, weil man wusste, dass es am nächsten Tag Geschenke gibt“, gestand der 19-Jährige lachend. Dass die mit Spannung erwarteten Präsente bis zum 1. Weihnachtstag eine Überraschung blieben, war auch der Findigkeit seiner Eltern zu verdanken. „Meine Geschwister und ich sind nämlich immer durch die Schränke gegangen, um nach Geschenken zu stöbern. Aber sie waren so clever, dass wir nie etwas gefunden haben. Ich war schon eine ziemliche kleine Rotznase“, gab der Kicker lachend zu.
Am Ende hatten die Knappenkids die Taschen voll mit Autogrammen, und die Spieler hatten die Backen voll mit Keksen – gestrahlt haben alle und so ging wieder einmal eine gelungene Nikolausfeier bei den Knappenkids zu Ende.
Fotogalerie von der Nikolausfeier